Könnten Sie sich vorstellen, jetzt in diesem Moment aus voller Kraft einfach loszuschreien?
Die meisten Menschen würden dies mit Nein beantworten. Irgendetwas hält uns zurück – eine Angst. Eine innere Hemmung, die wie ein Kloß in unserem Hals festsitzt.
Aber was ist diese Angst - dieser Kloß?
Die sozialen Normen
Sie definieren nicht nur unser Miteinander als Gesellschaft, sondern auch, wie wir unsere Stimmen nutzen. Sie beeinflussen, wie laut wir sprechen, wo unser Stimmsitzt ist und wie viel Raum wir uns zum sprechen nehmen.
Ein einfaches Beispiel:
Wer schon einmal im Service gearbeitet hat, kennt vermutlich die „Service-Stimme“. Oft sprechen wir etwas höher, um freundlicher und harmloser zu wirken. In anderen Situationen passiert das Gegenteil – etwa beim Flirten, wobei unsere Stimme beispielsweise in die Tiefe rutschen kann. Sind wir nervös nuscheln wir und verschlucken Wortenden und werden tendenziell leiser.
Je nachdem, wie wir uns innerlich fühlen - oder welche Wirkung wir bei unserem Gegenüber erzeugen möchten, passen wir unsere Stimme und Sprache an. Das ist grundsätzlich nichts Negatives. Im Gegenteil: Diese Anpassungsfähigkeit hilft uns, uns durch soziale Situationen zu manövrieren ohne dabei unangenehm aufzufallen.
Doch während meines Schauspielstudiums habe ich gelernt, was es bedeutet meine Stimme von den sozialen Normen zu befreien. Dies hat nicht nur meine Stimme optimal für die Bühne trainiert, sondern vor allem meine Persönlichkeit maßgeblich geprägt.
Die Workshops
Vier Jahre lang durfte ich durch mein Studium sehr viele verschiedene sprecherzieherische Methoden kennenlernen und sprecherisch wertvolle Erfahrungen sammeln.
Dabei ist mir hängen geblieben, dass ein Safespace und eine gute Anleitung besonders wichtig sind. Genau diese möchte ich in meinen Workshops zur Verfügung stellen, für jeden der Lust hat seine Stimme zu erforschen und gleichzeitig Skills zu erlernen, die die eigene Vortragskraft verbessern.
Kurz gesagt: Wir wollen mit einer befreiten und gezielt eingesetzten Stimme und Körperhaltung für mehr Präsenz, Klarheit und Wirksamkeit sorgen.
Außerdem mit Textarbeit Ihre Vorträge verständlicher machen, und für Sicherheit im Umgang mit rhetorischen Mitteln sorgen. Dafür gehen wir durch Übungen aus Schauspiel und Sprecherziehung und nähern uns zuerst dem natürlichen Stimmsitz. Von dort aus lernen Sie, Ihre Stimme bewusster einzusetzen und Sprache als wirkungsvolles Werkzeug zu verstehen.
Das alles geschieht nach dem Prinzip „von außen nach innen“, eine Methode aus dem Schauspiel. Dabei wird das innere Erleben einer Figur durch äußere Faktoren wie Körperhaltung, Bewegung und Sprechweise erschlossen.
Für uns bedeutet das: Wir nehmen Körper - und Sprechhaltungen ein, die unser Inneres definieren. Wer also deutlicher artikuliert, aufrechter steht und mit einer tragfähigen Stimme spricht, "wirkt" nicht nur selbstbewusster – er fühlt sich auch tatsächlich so.
Sie treten also nicht nur souveräner auf, sondern werden es auch!